Gewerbe-PV: Große Potenziale für Unternehmen
04.11.2026 | Lunch & Learn zeigt Chancen, Praxisbeispiele und neue RahmenbedingungenWie können Unternehmen ihre Dachflächen wirtschaftlich für Photovoltaik nutzen? Welche technischen und rechtlichen Aspekte sind bei der Umsetzung zu beachten? Und was bedeuten die geplanten Änderungen durch das EEG 2027 für zukünftige Investitionen? Im Mittelpunkt des gemeinsamen Lunch&Learn „Gewerbe-PV kompakt: Chancen, Wirtschaftlichkeit, Umsetzung" am 13. Oktober 2026 standen diese und weitere Fragen. Die Veranstaltung wurde vom Klimabündnis Ebersberg-München gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ebersberg organisiert..
Praxisbeispiele zeigen das Potenzial von Gewerbe-PV
Zum Auftakt gab Nicolai Prinz von der Polarstern GmbH Einblicke in konkrete Photovoltaikprojekte und zeigte, wie unterschiedlich Gewerbeimmobilien von Solarstrom profitieren können. Anhand von Beispielen wurde deutlich, dass sich auch anspruchsvolle Dachflächen wirtschaftlich nutzen lassen.
Bei den Pasinger Hofgärten in München wurde auf einem bestehenden Gründach eine Photovoltaikanlage mit 165,5 kWp installiert. Das Besondere: Der lokal erzeugte Strom wird zu mehr als 95 Prozent direkt vor Ort verbraucht.
Ein weiteres Beispiel ist das Olympiastadion Berlin. Dort hat Polarstern als Investor und Betreiber auf dem äußeren Betonring des Stadiondachs 1.614 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 605 kWp installiert. Der erzeugte Strom wird nahezu vollständig direkt vor Ort genutzt und deckt rund zwölf Prozent des Strombedarfs des Stadions.
Aus der Unternehmenspraxis: Erfahrungen der REVIDERM AG
Wie der Weg von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb einer Photovoltaikanlage aussieht, schilderte Philipp Baisch, Nachhaltigkeitsmanager der REVIDERM AG. Das Unternehmen hat an seinem Hauptsitz in Sauerlach sowie am Standort Baden-Baden jeweils eine PV-Anlage realisiert.
EEG 2027: Eigenverbrauch wird noch wichtiger
Welche Veränderungen durch das geplante EEG 2027 auf Unternehmen zukommen könnten, erläuterte Anna Weber, Energieberaterin für Photovoltaik bei der Energieagentur Ebersberg-München. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für neue PV-Anlagen verändern werden, bleibt Photovoltaik für viele Gewerbebetriebe eine attraktive Investition.
Entscheidend ist künftig noch stärker eine bedarfsgerechte Planung: Die Größe der PV-Anlage sollte am Stromverbrauch des Unternehmens ausgerichtet sein, damit möglichst viel des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort genutzt werden kann. Batteriespeicher und die intelligente Verknüpfung mit weiteren Energieverbrauchern können dabei eine wichtige Rolle spielen. Denn wenn die Einspeisevergütungen sinken, gewinnt der selbst genutzte Solarstrom weiter an Bedeutung.
Fazit: Gewerbedächer bieten weiterhin große Chancen
Das Online-Seminar machte deutlich: Photovoltaik auf Gewerbedächern bleibt ein wichtiges Thema für Unternehmen, die Energiekosten senken, unabhängiger von Strompreisen werden und ihre Energieversorgung zukunftsfähig gestalten möchten. Voraussetzung ist eine sorgfältige Planung, die den tatsächlichen Strombedarf, die technischen Gegebenheiten und mögliche Erweiterungen wie Batteriespeicher oder Elektromobilität berücksichtigt.
Wer seine Dachflächen bisher noch nicht genutzt hat, sollte die Möglichkeiten prüfen – allein oder gemeinsam mit einem erfahrenen Partner.
Praxisbeispiele zeigen das Potenzial von Gewerbe-PV
Zum Auftakt gab Nicolai Prinz von der Polarstern GmbH Einblicke in konkrete Photovoltaikprojekte und zeigte, wie unterschiedlich Gewerbeimmobilien von Solarstrom profitieren können. Anhand von Beispielen wurde deutlich, dass sich auch anspruchsvolle Dachflächen wirtschaftlich nutzen lassen.
Bei den Pasinger Hofgärten in München wurde auf einem bestehenden Gründach eine Photovoltaikanlage mit 165,5 kWp installiert. Das Besondere: Der lokal erzeugte Strom wird zu mehr als 95 Prozent direkt vor Ort verbraucht.
Ein weiteres Beispiel ist das Olympiastadion Berlin. Dort hat Polarstern als Investor und Betreiber auf dem äußeren Betonring des Stadiondachs 1.614 PV-Module mit einer Gesamtleistung von 605 kWp installiert. Der erzeugte Strom wird nahezu vollständig direkt vor Ort genutzt und deckt rund zwölf Prozent des Strombedarfs des Stadions.
Wichtig ist auch die Kombination von Photovoltaik mit Batteriespeichern, Elektromobilität und weiteren Verbrauchern. Durch diese sogenannte Sektorenkopplung lässt sich der Eigenverbrauch optimieren und das Potenzial einer Anlage noch besser ausschöpfen.
Wie der Weg von der ersten Idee bis zum laufenden Betrieb einer Photovoltaikanlage aussieht, schilderte Philipp Baisch, Nachhaltigkeitsmanager der REVIDERM AG. Das Unternehmen hat an seinem Hauptsitz in Sauerlach sowie am Standort Baden-Baden jeweils eine PV-Anlage realisiert.
Dabei berichtete Baisch nicht nur über Planung, Inbetriebnahme und Betrieb, sondern auch über Herausforderungen und Stolpersteine. Insbesondere die Abstimmung mit dem Netzbetreiber und die Sicherstellung der gesamten Stromversorgung während der Inbetriebnahme erforderten eine gute Vorbereitung und Durchhaltevermögen.
Sein Fazit: Trotz einiger Herausforderungen sind beide Anlagen wirtschaftlich sinnvolle Investitionen. Mit einem geplanten Batteriespeicher soll der Eigenverbrauch künftig weiter erhöht und die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessert werden.
Welche Veränderungen durch das geplante EEG 2027 auf Unternehmen zukommen könnten, erläuterte Anna Weber, Energieberaterin für Photovoltaik bei der Energieagentur Ebersberg-München. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für neue PV-Anlagen verändern werden, bleibt Photovoltaik für viele Gewerbebetriebe eine attraktive Investition.
Entscheidend ist künftig noch stärker eine bedarfsgerechte Planung: Die Größe der PV-Anlage sollte am Stromverbrauch des Unternehmens ausgerichtet sein, damit möglichst viel des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort genutzt werden kann. Batteriespeicher und die intelligente Verknüpfung mit weiteren Energieverbrauchern können dabei eine wichtige Rolle spielen. Denn wenn die Einspeisevergütungen sinken, gewinnt der selbst genutzte Solarstrom weiter an Bedeutung.
Fazit: Gewerbedächer bieten weiterhin große Chancen
Das Online-Seminar machte deutlich: Photovoltaik auf Gewerbedächern bleibt ein wichtiges Thema für Unternehmen, die Energiekosten senken, unabhängiger von Strompreisen werden und ihre Energieversorgung zukunftsfähig gestalten möchten. Voraussetzung ist eine sorgfältige Planung, die den tatsächlichen Strombedarf, die technischen Gegebenheiten und mögliche Erweiterungen wie Batteriespeicher oder Elektromobilität berücksichtigt.
Wer seine Dachflächen bisher noch nicht genutzt hat, sollte die Möglichkeiten prüfen – allein oder gemeinsam mit einem erfahrenen Partner.