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Energieeffizienz in gemieteten Geschäftsräumen

05.11.2026 | Lunch & Learn zeigt, wie Unternehmen Ressourcen schonen und Energiekosten senken können
Auch ohne eigene Immobilie können Unternehmen ihren Energieverbrauch gezielt reduzieren und Betriebskosten senken. Wie das gelingt, zeigte das Online-Seminar „Auch ohne Eigentum wirksam: Energieeffizienz in gemieteten Geschäftsräumen" am 29. Oktober 2026. Die Energieagentur Ebersberg-München und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ebersberg hatten gemeinsam zum Lunch & Learn eingeladen.

Verbrauch verstehen und Kosten gezielt senken

Gisela Kienzle, Energieberaterin bei der Energieagentur, erläuterte, wie Unternehmen ihre Energieverbräuche und Nebenkostenabrechnungen analysieren und daraus konkrete Einsparpotenziale ableiten können. Ein erster Schritt ist dabei, die größten Kostenverursacher zu identifizieren und die Verbräuche regelmäßig zu kontrollieren.
Gerade bei Heizkosten lohnt sich ein genauer Blick auf die Abrechnung: Unternehmen sollten prüfen, ob die Kosten nachvollziehbar aufgeschlüsselt sind, die Verbrauchswerte mit den eigenen Zählerständen übereinstimmen und die CO2-Kostenaufteilung korrekt berücksichtigt wurde. Vergleichswerte, etwa aus dem Heizspiegel, können zusätzlich helfen, die eigenen Kosten einzuordnen. Auch ein Vergleich der Energieanbieter kann Einsparpotenziale eröffnen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Maßnahmen, die sich ohne größere Investitionen umsetzen lassen. Dazu gehören ein bewusster Umgang mit Heizung und Beleuchtung, das Freihalten von Heizkörpern, der Einsatz von LED-Lampen sowie die regelmäßige Wartung von Lüftungs- und Klimaanlagen. 

Vielfältige Möglichkeiten für Mieterunternehmen

Wie sich Energie- und Ressourceneffizienz im Unternehmensalltag praktisch umsetzen lassen, zeigte Andreas Huber anhand von Beispielen aus dem Unternehmensnetzwerk Klimabündnis Ebersberg-München.

Die Erfahrungen der Bündnisunternehmen verdeutlichen, dass die Handlungsmöglichkeiten weit über die Gebäudetechnik hinausgehen. Ein wichtiger Ansatz ist, Nachhaltigkeit fest im Unternehmen zu verankern und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen einzubeziehen, beispielsweise in einem Nachhaltigkeitsteam.

Weitere Potenziale bieten programmierbare Thermostate, Bewegungsmelder, schaltbare Steckerleisten, LED-Beleuchtung, Sonnenschutzfolien oder Steckersolaranlagen. Auch bei der Beschaffung können Unternehmen ansetzen – etwa mit Wasserspendern und Mehrwegbechern, einer frischen Bioküche oder einer Vorratsbar, die Verpackungen reduziert.

Ein weiteres Handlungsfeld ist die Mobilität: Ein hoher Homeoffice-Anteil, Online-Meetings statt Dienstreisen, die Bahn statt des Flugzeugs und Angebote für eine nachhaltige Mitarbeitendenmobilität können ebenso zur Ressourcenschonung beitragen wie die Elektrifizierung der Firmenflotte.

Fazit: Auch im Mietverhältnis lässt sich viel bewegen

Das Seminar machte deutlich: Eigentum ist keine Voraussetzung für mehr Energieeffizienz. Wer Verbrauchsdaten kennt, Kostenabrechnungen kritisch prüft und Mitarbeitende in Verbesserungen einbezieht, kann auch in gemieteten Geschäftsräumen wirksame Maßnahmen umsetzen. Viele davon sind mit überschaubarem Aufwand realisierbar und bieten Unternehmen die Chance, Betriebskosten zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.